Doppelbindung

Die Doppelbindung in der Liebe - psychologisch

Die Doppelbindung ist ein psychologisches Phänomen, das Menschen daran hindert, eindeutige und positive Bindungen zu einem Liebespartner einzugehen.

Sie entsteht, wenn der Partner sich in eine Eigenschaft eines Menschen verliebt, zugleich aber auch von deren Gegenteil angezogen wird. Dabei baut sich eine paradoxe Bindung auf, die man Doppelbindung nennt. Typisch ist der Wunsch, einen „liebevollen Macho“ an Tisch und Bett zu locken – eine nicht ungewöhnliche Vorstellung, wie Umfragen beweisen.

Theorien zur Entstehung der Doppelbindung

Sie soll daraus entstehen, dass man junge Menschen an eine als positiv empfundene Eigenschaft bindet, sie aber zugleich davor warnt, ihr zu folgen.

„Sie keusch und zurückhaltend,, aber werde keine alte Jungfer“.

„Selbstverständlich darfst du dich frei entfalten, solange du dem Rat deiner Eltern folgst.“

„Sei höflich und zuvorkommend zu den Frauen, aber verfalle nicht ihren Reizen.“

Oder generell:

„Tu es bitte nicht, aber du wirst keinen Erfolg haben, ohne es zu tun.“

Während der Jugendzeit, insbesondere aber während der Pubertät, so die Theorie, wird die Person an eine Norm gebunden und ihr zugleich eingeflüstert, sie müsse aber dennoch auch die gegenteilige Norm erfüllen.

Doppelbindung in Liebe, Beziehungen und Sexualität

Doppelbindungen an „Scham und Geschlechtslust“ sind nach den Schilderungen vieler Betroffener häufig. Bei Katholiken sind sie besonders ausgeprägt, weil dort die Figur der „sündigen Eva“ gegen die Figur der „reinen Maria“ gestellt wird.

Praktisch wirkt sich die Doppelbindung in Beziehungen so aus: Die von Doppelbindung betroffene Person sucht sich eine Partnerin/einen Partner, bei dem sie spürt, dass dieser ähnliche Regeln verfolgt wie die Eltern/Erzieher/Beeinflusser, die ihr die Doppelbindung „eingepflanzt“ haben. Dadurch entstehen vergleichbare Abhängigkeiten und möglicherweise höchst merkwürdige Verhaltensweisen, schlimmstenfalls auch die völlige Abhängigkeit von der Person. Da beide Bedingungen der Bindung unmöglich zugleich erfüllt werden können, versuchen manche verständnisvolle Paare, mal die eine Seite, mal die andere zu befriedigen, zum Beispiel durch Rollenspiele, gegebenenfalls auch solche erotischer Art. Gelegentlich nutzen die dominanten Partner aber auch die Doppelbindung aus, um ihre Partner(innen) in dauerhafter Abhängigkeit zu halten.

Neben Doppelbindungen traditioneller Art führen auch doppelte Leitbilder zu Problemen, etwa der Konflikt „Gentleman kontra Macho“ in den paradoxen Vorstellungen der Frau oder und „liebevolle Ehefrau kontra wilderotische, fordernde Geliebte“ in den Vorstellungen des Mannes.

Einschränkende Hinweise

Die psychologische Wissenschaft versucht, das Thema auf „Kommunikationsmodelle“ abzudrängen, wie das Online-Lexikon „Wikipedia“ nachdrücklich beweist. Ein Teil der hier niedergelten Informationen kann aufgrund fehlender Forschungsbereitschaft zum Thema wissenschaftlich nicht schlüssig bewiesen werden – er entstammt dem Erfahrungswissen der Autoren.

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