Verschleierungen, Codebegriffe, Mehrdeutigkeiten und Abkürzungen

Das geheime Wissen um verdeckte Informationen in Bekanntschaftsanzeigen reicht bis weit ins 19. Jahrhundert zurück. Damals wurden in Zeitungen und Zeitschriften vermehrt Anzeigen zur Partnersuche eingestellt, aber auch in Rubriken wie „Mannigfaltiges“ oder in den Stellenanzeigen erschienen oftmals Anzeigen, bei denen man „zwischen den Zeilen“ erotische Wünsche entdecken konnte.

Dabei kann man zwischen vier Formen der Verschleierung unterscheiden: - Die verbale Umschreibung der wirklichen Absichten - Die Verwendung ganz bestimmter Codebegriffe, die nur den „Eingeweihten“ bekannt waren. - Mehrdeutige Begriffe, die sowohl das Eine wie das Andere bedeuten konnten. - Abkürzungen, die harmlos aussehen, aber die erotischen Wünsche beinhalten.

Diese Anzeigen sehen zum Teil für den zufälligen Beobachter oder Zeitungsleser völlig harmlos aus – das mussten sie auch, sonst wären sie der Zensur anheimgefallen.

Heute ist die Zensur nicht mehr so streng, jedoch werden bestimmte Wörter und Begriffe immer noch nicht zugelassen, zum Beispiel dann, wenn genau beschrieben wird, welche erotischen Dienste gewünscht oder geboten werden. Aus diesem Grund ist es weiterhin üblich, in Zeitungen und im Internet Abkürzungen und verhüllende Begriffe zu verwenden.

Was Sie hier davon finden

Abkürzungen

Abkürzungen werden heute überwiegend im Rotlichtbereich verwendet, aber auch bei Privatanzeigen, in denen bestimmte Gelüste bedient werden sollen, die man ausgeschrieben nicht zugeben kann. Eine der typischsten Abkürzungen ist „GV“ - Geschlechtsverkehr

Verschleierungen

Verschleierungen werden immer noch in bestimmten Medien benutzt, in denen es nicht opportun ist, zu sagen, was man wirklich will. Eine typische Verschleierung wäre „allem Schönen gegenüber aufgeschlossen“. Typische Verschleierungen sind mehrdeutig und können deshalb leicht missverstanden werden. Teils werden sie sogar unbeabsichtigt verwendet.

Codebegriffe (auch "Anzeigencodes")

Codebegriffe sind die in Anzeigen übliche Codes, die an sich nichts verschleiern, aber dennoch harmlos aussehen können. Typisch ist die „fesselnde Beziehung“ oder die „strenge Erzieherin“. Auch die Abkürzungen werden gelegentlich als Anzeigencodes bezeichnet. Das Problem mit diesen Codes ist, dass sie mehrdeutig sind und daher missverstanden werden können.

Mehrdeutigkeiten

Mehrdeutigkeiten treten dann auf, wenn Wörtern eine unterschiedliche Bedeutung zugemessen wird - meist abhängig davon, wo und wie sie verwendet werden. Viele Codebegriffe und Verschleierungen haben die Tendenz, mehrdeutig zu sein. Deshalb wurden die Begriffe, die sowohl „eindeutig“ wie auch „wohlmeinend“ verwendet werden können, in einem speziellen Kapitel zusammengefasst.

Alte, ungebräuchliche Begriffe

Wir haben uns entschlossen, auch alte, heute ungebräuchliche Begriffe aus Großvaters Zeiten (und weit davor) aufzunehmen und sammeln sie gerade ein. Wissen Sie, was ein Fleischgaden ist?

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