Keuschheitsgürtel

Keuscheitsgürtel für Frauen

Um den Keuschheitsgürtel ranken sich zahllose Legenden. Ursprünglich hieß es, dass die Kreuzritter oder adlige Herren ihre Ehefrauen mit einem derartigen Gürtel „verschlossen“, um deren Keuschheit sicherzustellen. Dies ist allerdings erstens so gut wie unmöglich und zweitens gibt es keine Beweise dafür. Es ist anderseits möglich, dass Dienstmägde im viktorianischen England damit vor Vergewaltigungen geschützt werden sollten. Ebenso wird behauptet, dass damit Huren gestraft wurden, die keine Steuern bezahlten.

Keuschheitsgürtel und Exponate

Die heute als Keuschheitsgürtel bekannten und oft ausgestellten Gerätschaften sind Gurte, die, um die Taille gelegt werden, und bei denen ein weiteres kräftiges Band, häufig aus Metall oder Metall und Leder, durch den Schritt verläuft. Dabei wird die Vagina durch einen mit inneliegenden Zacken versehenen Schild gegen Eindringlinge geschützt, und oftmals wird auch der Anus mit einbezogen. Ein meist simples Schloss, dass die zugesagte Funktion kaum erfüllen dürfte, soll die betreffende Frau dann „verschließen“.

Neues Interesse am Masturbationsschutz für Männer

Etwa seit Beginn der Frauenemanzipation verschwinden die Begriffe „Keuschhaltung der Frau“ und „Keuschheitsgürtel für Frauen“ immer mehr. Stattdessen werden seither die „Onanierverhinderer“ der Vergangenheit für pubertierende Knaben wiederbelebt als „männliche Keuschheitsgürtel“ oder „Keuscheitsgeschirre“, die oftmals unter ihren Markennamen bekannt sind. Es handelt sich dabei um wasserhahnähnliche Plastikumhüllungen für den Penis, die aber fest genug sind, um das Masturbieren oder den Geschlechtsverkehr zu verhindern.

Seither hat sich die Diskussion über Keuschheitsgürtel als „Liebesbeweis“ oder auch „Liebespielzeug“ wieder deutlich belebt – vor allem in der SM-Szenerie. Demnach sollen vor allem Männer umso gieriger nach Sex werden, je länger sie die Penisumhüllungen getragen haben. Auch diese Behauptung fällt unter die Mythen und urbanen Legenden, die gezielt ausgestreut werden, aber letztendlich unabweisbar sind.

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