Die Unschuld (rauben, verlieren)

Unschuld als "natürlicher" Zustand bei Mädchen

Als „Unschuld“ wurde über viele Jahrhunderte das Weiterbestehen der Jungfräulichkeit einer an sich geschlechtsreifen Frau bezeichnet. Die „Unschuld“ ist demnach die „natürliche“ Form des Mädchen- und Frau-Seins. Sie endet mit dem ersten vaginalen Geschlechtsverkehr, bei dem es zu einer tatsächlichen Penetration kommt. (1)

(1) Tatsächlich galten im 19. Jahrhundert nur vollständige, mit einem Penis ausgeführte Penetration als „Verlust der Unschuld“, da man annahm, dass nur dabei das Jungfernhäutchen verletzt werden konnte.

Verlust der Unschuld

Zum Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs verliert die Frau nach dieser Auslegung „ihre Unschuld“. Der Jüngling, der daran beteiligt war, wurde zumeist bezichtigt, der Frau „die Unschuld geraubt“ zu haben. Der Begriff hat sich bis zum Ende des 20. Jahrhunderts halten können und wird auch heute noch benutzt.

Der Begriff sollte nicht mehr verwendet werden, da mit dem Geschlechtsverkehr keine „Schuld“ verbunden ist.

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